Gute Vorsätze in die Tat umsetzen

Auf die Routine kommt es an

Veröffentlicht am 30.12.2021

Wer kennt es nicht? Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir lassen Revue passieren, was gut lief und was nicht. Manch einer stellt fest: zu wenig Bewegung, zu viele Aufgaben und vielleicht doch keine ganz so ausgewogene Ernährung. Das wollen wir ändern. Und am liebsten alles auf einmal. Was zumeist der Grund ist, warum wir scheitern.

Manchmal ist weniger mehr

Zu viele Dinge auf einmal umstellen zu wollen, kann ordentlich Stress verursachen. Wenn Sie von heute auf morgen früher ins Bett gehen, mehr Sport treiben, gesünder essen und jeden Abend Yoga machen wollen, kann das zu viel des Guten sein. Und aus anfänglicher Motivation kann Frust werden. Dieser wiederum führt meist zur Rückkehr zu alten Gewohnheiten. Doch genau von dort wollten Sie ja weg, oder?

Warum fallen uns Umstellungen so schwer?

Der Harvard-Professor Gerald Zaltman fand heraus, dass 95 Prozent unserer täglichen Entscheidungen unbewusst passieren. Sie sind gelernt, gefestigt und funktionieren praktisch automatisch. Unsere Gewohnheiten sind daher auch nur schwer empfänglich für rationale Argumente. Diese Tatsache hat ihre Berechtigung. Denn alles, was Routine ist, entlastet unser Gehirn. Neue Reize hingegen kosten Energie. Das erklärt auch, warum sich unser Körper oft erst einmal gegen neue Verhaltensweisen sträubt. Unser Gehirn braucht Rituale und Routinen. Und das Gute ist: es kann immer wieder neue lernen.

Was es mit Gewohnheiten auf sich hat

Gewohnheiten bestehen laut Autor Charles Duhigg («Die Macht der Gewohnheit») aus drei Teilen. Lust: Sie löst aus, warum wir beispielsweise zur Zigarette greifen. Belohnung: Die Ausschüttung von Dopamin nach erfolgreicher Tätigkeit. Und Routine: Schlicht, das wiederkehrende Wiederholen einer bestimmten Tätigkeit zu einer bestimmten Zeit. In diesem Konstrukt ist die Routine zwar das schwächste Glied, birgt jedoch auch ein grosses Potenzial für langfristige Veränderungen.

In 66 Tagen ans Ziel

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und so verwundert es nicht, dass eine Umstellung unserer Routinen eine gewisse Regelmässigkeit benötigt. 66 Tage, so heisst es, dauert es, bis eine Routine gefestigt ist. Viele nutzen Trends wie Bulletjournals (ein selbstgestalteter Kalender, der To-Do-Listen, Routinen und Tagebucheinträge beinhalten kann), um ihre neue Routine mittels sogenannter Habit Tracker zu planen und an jedem erfolgreichen Tag abzuhaken. Kleine Erfolgserlebnisse für zusätzliche Motivation.


Tätigkeiten wie Sport als festen Termin in den Kalender einzutragen ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Denn: Eine Verabredung mit Ihnen selbst ist mindestens genauso wichtig wie jeder andere Termin.

Was auch immer Sie sich für das neue Jahr vornehmen: Seien Sie geduldig mit sich und planen Sie realistisch. Sie werden sehen: die Wiederholung führt zum Erfolg.

Mit vier einfachen Schritten ans Ziel

  • Fangen Sie klein an: Setzen Sie sich wenige, erreichbare Ziele und schreiben Sie diese am besten auf. Das schafft Verbindlichkeit.
  • Planen Sie realistisch: Überlegen Sie sich, zu welcher Tageszeit sich die neue Routine am besten integrieren lässt. Tragen Sie Termine mit sich selbst in den Kalender ein.
  • Belohnen Sie sich: Sie haben die erste Woche durchgezogen? Prima. Dann tun Sie sich etwas Gutes. Das bestärkt Sie in Ihrem Vorhaben zusätzlich.
  • Übertreiben Sie nicht: Wenn Sie sich definitiv nicht gut fühlen, dann pausieren Sie. Bei allem Ehrgeiz gilt: die Gesundheit geht vor. Daher sollten Sie bei einer Erkältung beispielsweise lieber ein paar Tage auf Sport verzichten.

Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und natürlich ein glückliches, gesundes Jahr 2022.

Centramed - Gemeinsam für die Gesundheit

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